Geistliches Wort


Nach Aschermittwoch beginnt die Passionszeit. Sechs Wochen vor Ostern werden wir sozusagen eingeladen, neben all unseren Alltagsaktivitäten auch ein wenig Zeit zur Selbstbesinnung zu haben.

Viele Menschen möchten diese Zeit ganz besonders intensiv erleben und üben einen intensiven Verzicht. Manche verzichten auf Alkohol, manche auf Süßigkeiten, eben auf irgendwelche lieb gewonnenen Gewohnheiten. Dabei wird deutlich, wie selbstverständlich wir manche Sachen einfach so hinnehmen. Jemand sagte mir: „Erst durch dieses Fasten ist mir bewusst geworden, dass ich für vieles in meinem Leben sehr dankbar sein kann.“

Ich glaube, dass durch diesen Verzicht manches im Leben eine andere Wertschätzung bekommt. Vielleicht merkt man sogar erst dadurch, dass man lebt.

Auch wenn uns das Verzichten in diesem Sinne des Fastens schwer fallen sollte, so empfehle ich Ihnen, dass Sie sich Zeit nehmen, einmal über sich nachzudenken oder auch über die Beziehung, die Sie zu anderen Menschen haben.

Vielleicht werden sich so manche Traurigkeiten und Enttäuschungen einstellen, hoffentlich aber auch Freude und Dankbarkeit.

Möge Gott Ihnen die Kraft geben, aus diesem Nachdenken über sich und andere eine neue Kraft zum Leben zu schöpfen und das eigene Leben in eine Beziehung zu Gott zu stellen.

Gottes Segen begleite Sie.

Ihr Pfarrer

Werner Böse